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"Linie 1 "
Aus dem Wiesbadener Kurier vom 14.06.2005:
Gesang, Tanz und Schauspiel!
"... wurde nicht enttäuscht: In über 60 verschiedenen Rollen bewiesen Gerrit Voges Schauspieler ihre Spielfreude und bereiteten [...] dem Publikum einen wunderschönen Abend.
Ideenreich und kreativ begleitete das mulitmediale Bühnenbild den Lauf der Handlung. Einfahrende Züge, U-Bahnabteile und Haltestellen [...].
Ein begeisteter Schlussapplaus verabschiedete die Darsteller nach zweieinhalb Stunden von der Bühne. Der Lohn für eine gute Zusammenarbeit im Vorfeld des Stückes, die in Igstadt Programm ist."
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Aus dem
Wiesbadener Kurier über
"Die Liebenden in der Untergrundbahn"
vom 11.09.2003:
In einer Atmosphäre aus Fremdbestimmung, Anonymität und
Einsamkeit spielt das neueste Stück des Igstadter Scheunentheaters
"Die Liebenden in der Untergrundbahn" von Jean Tardieu.
(...)
Wie
Marionetten wirken die Darsteller des Igstadter Scheunentheaters in
dem Stück "Die Liebenden in der Untergrundbahn" von Jean Tardieu.
Marionetten oder Menschen? Mit starrer Mimik und mechanischen
Bewegungen agieren die Bühnendarsteller inmitten einer künstlich
wirkenden Szenerie, die die Pariser Metro darstellt.
Marionetten oder Menschen? Mit starrer Mimik und mechanischen
Bewegungen agieren die Bühnendarsteller inmitten einer künstlich
wirkenden Szenerie, die die Pariser Metro darstellt.
Jean Tardieu. Der französische Autor, der 1995 starb, sah sich ganz
in der Tradition der Surrealisten, die nach einer höheren Realität
im freien, irrationalen Denken strebten. So verwundert es wenig,
dass "Die Liebenden in der Untergrundbahn" ein bewusst
irritierendes, bisweilen extrem verstörendes Bild menschlichen
Zusammenlebens zeigen: Als hätte es sich der Regisseur des Stücks,
Gerrit Voges, zur Aufgabe gemacht, die Realität als Collage
inhaltlich autonomer Erzählfetzen zu gestalten. "Jeder ist allein,
obwohl er sich in der Masse bewegt", erläutert Dahl den
gesellschaftskritischen Charakter des Stücks, das dennoch Hoffnung
beinhaltet: "Die beiden Liebenden finden sich trotz allem." Das
Stück sei rhythmisch, romantisch und schnell.
Für das eingespielte Ensemble des Igstadter Scheunentheaters ist
es seit dem Gründungsjahr 1988 die erste Inszenierung im Stil des
absurden Theaters. "Das ist schon eine besondere Herausforderung",
beurteilt Dahl die Anforderungen.
Insbesondere für die Nachwuchsdarsteller sei es ein reizvolles
Experiment: Nachdem in den vergangenen Jahren stets Geschichten in
Form des traditionellen Theaters inszeniert und gespielt wurden,
bricht das absurde Theater mit den gängigen Konventionen. So dienen
die brüchigen, sinnentleerten Dialoge nicht mehr der Verständigung
der Figuren miteinander. Stattdessen zeugen die Floskeln und das
zwanghafte Geplapper vom vergeblichen Kampf gegen die Isolation.
Ferner klingt in der Aufführung ein konsequent
parodistisch-ironischer Ton an, der ein präzises Spiel erfordert.
"Es gibt sehr viele Rollen und sie sind nahezu gleichwertig",
(...) für Alice Czolnik und Alexander Falk, die die beiden Liebenden
spielen, sind es die ersten Hauptrollen. "Es ist toll zu beobachten,
wie unsere Jugendlichen immer größere Parts übernehmen", freut sich
Dahl.
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Aus dem
Erbenheimer Anzeiger über
"Ich flieg auf dich"
vom 11.04.2003:
[...] "Ich flieg auf dich" hält keinem Vergleich mit simplen
Kleinkunstbühnen stand, [...] es darf zurecht als einfallsreich
und ausdrucksstark bezeichnet werden. Pointierter Wortwitz,
reduzierte Spielhandlungen mit fantasievollen Dimensionen und die
Qualität der gesanglichen Darbietungen ergänzten [...] sich
hervorragend.
Jakob Voges, der Alfred spielt, überzeugt nicht nur als
schüchterner Verliebter, sondern auch als Gesangspartner, wenn er
gemeinsam mit der kokettierenden Wirtstochter Sarah, alias Kerstin
Vollmer, in einem Spitzen-Duett den ersten Schmetterlingen im
Bauch den Auftrieb gibt.
Frank Einloth hat den Diener des Grafen [...] mit herausragenden
pantomimischen Fähigkeiten ausgestattet. In der Rolle des
buckligen Koukol erinnert er [...] an Charles Laughton, der
einst den "Quasimodo" meisterlich verkörperte.
Graf von Krolock [...] findet in Klaus-Feine Koch einen maliziösen
Darsteller, [...] er beherrscht die Gesetze der vordergründigen
Täuschung, auch durch seine ausgeprägte Mimik.
Die Gelehrtenrolle des Professor Abronisus ist Eberhard
Lichtenheld geradezu auf den "Leib geschrieben".
Fee Geipel verleiht der Carmilla durch schauspielerisches und
gesangliches Können eine überzeugende, dominante und laszive
Ausstrahlung.
War es nun mehr ein Musical, ein Grusical oder Sprechtheater mit
Scherz, Satire und Ironie? Die Zuschauer kamen zu
unterschiedlichen Bewertungen, was ganz im Sinne der Regie war.
Dem gesamten Ensemble, darunter auch Jugendliche der
Martin-Niemöller-Schule, Helene-Lange und Elly-Heuss-Schule, darf
man jedenfalls ein bahnbrechendes Gespür für eine offene
Theaterkultur attestieren. [...]
Renate Fluder
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Aus dem
Erbenheimer Anzeiger über
"Faust - Heinrich, mir graut's vor dir"
vom 28.06.2002:
Wieder
ein Volltreffer gelandet hat das [...] Scheunentheater. Das
Rezept, sich respektlos den ganz großen Klassikern zu nähern und
sie mit erfrischendem Lokalkolorit zu versehen [...] hat
funktioniert. [...]
Gerrit Voges (Regie) und Frank Einloth (Text) haben eine bunte,
schrille urkomische und vor allem den Schauspielern auf den Leib
geschneiderten Revue entworfen, der an nichts mangelt: Musik und
Tanz, Komik und tausend originelle Ideen lassen 2 Theaterstunden
keine Minute lang langweilen.
Das
Stück lebt von der hervorragenden Besetzung. Wenn man so viele
Talente zur Verfügung hat, kann man die Rollen auch [...] doppelt
besetzen. [...] Mephisto wird einerseits sehr diabolisch von
Klaus-Feine Koch, andererseits herausfordernd-sexy von Fee Geipel,
auch gesanglich in Hochform, verkörpert.
Köstlich wie stets ist Christiane Dreßlers Hanswurst,
temperamentvoll und ungehemmt.
[...] Richard Ewen hat [...] immer das passende Lied zur Szene
gefunden, ob nun Faust und Gretchen "Something stupid" [...]
intonieren, ob beim wilden Hexenfest Ballermannlieder gegrölt wird
oder Mephisto ganz diabolisch "There must be an angel" singt. Und
zum Schluss - wie könnte es anders sein - "Always look on the
bright sight of life" mit allen Akteuren.

Fünf ausverkaufte Vorstellungen in der vergangenen Woche sind der
Dank des Publikums, das wieder - zurecht - total begeistert von
dieser agilen, originellen Truppe war, auf deren nächsten Einfall
man jetzt schon gespannt sein darf!
Anja Baumgart-Pietsch