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Von
den Einnahmen der Theatergruppe wurde jetzt einiges in die Spielstätte
Pfarrscheune investiert. Wolfgang Schreiber kam als „Technischer
Direktor“ zur Truppe. Nach
und nach wurde ein Klavier angeschafft, professionelles Bühnenlicht
und eine Vorhanganlage installiert. Die Pfarrscheune ist seit dieser
Zeit eine beliebte Spielstätte auch für andere
Kleinkunst-Veranstaltungen in Wiesbaden.
Mit
hintergründigem Humor überraschte das Scheunentheater sein
Publikum im Jahre 1992.
Das
nächste Stück „Villa
Schiller“
entstand aus der Vorlage des bekannten Bühnenstücks „Pension Schöller“.
Frank Einloth von der Theatergruppe schrieb das Stück um und
transferierte es in die
„Nach-Wende-Zeit“. Es entstand eine „Klamödie“ über die Tücken
unseres verkorksten deutsch-deutschen Daseins. Die Handlungsorte
waren eine Kult-Pizzeria in Westdeutschland, in der alle Speisen 7
Mark 70 kosten, eine Wohngemeinschaft, die mit einer
Irrenanstalt verwechselt wird, und ein gemütliches
Wohnzimmer im sächsischen Pleißenbach an der Pleiße. Eine neue
Dimension bekam das Theaterstück durch eine musikalische Einlage.
Das „Trio Infernale“, bestehend aus Konrad Ohly, Richard Ewen
und Ilse Köhler strapazierte die Lachmuskeln der Zuschauer mit
einem Geburtstagsständchen.
Die
sächselnden Hauptrollen hatten Eberhard Lichtenheldt und Christel
Walliser. In weiteren Rollen waren Gualtiero Ibba als Pizzabäcker,
Helmut Nehrbaß als bio-impressionistischer Maler, Frank Einloth als
ewiger Student, Ruth Lichtenheldt als männerfeindliche
Schriftstellerin, Kurt Rauschnabel als verkannter Schauspieler,
Frank Dengel als Weltenbummler, Klaus Feine-Koch als Fußballtrainer,
Hans Steinmetz, Nora Michel, Inge Moser, Barbara Marschal als
unvergessene Smarti, Petra Vanscheidt, Richard Ewen und auf der Bühne.
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