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Zweimal jährlich bietet das Igstadter Scheunentheater, die Theatergruppe der Ev. Kirchengemeinde, mit der Sparte ‚Junges Scheunentheater’ jungen Menschen die Mitwirkung an Theaterprojekten an.
Es ist ein offenes Angebot, Bühnenerfahrung muss keine vorliegen. Die große Freude am Theaterspielen ist natürlich eine wichtige Voraussetzung, ebenso die Bereitschaft, viel Zeit in die Intensivphasen vor den Aufführungen zu investieren.
„Theaterprojekt“ – was bedeutet das?
Es bedeutet nicht nur die zeitlich begrenzte Zusammenarbeit für ein ausgewähltes Stück, sondern bei uns darüberhinaus die umfassende, gemeinsame Arbeit bis dieses „Stück auf der Bühne steht“. Das ist die Arbeit an den Texten, der Choreografie, den Kostümen, der Licht- und Tontechnik, es ist der gemeinsame Bühnenbau und vieles mehr. Erfahrene Theater- und Musikpädagogen leiten die Gruppe.
Der krönende Abschluss eines Theaterprojektes sind die Aufführungen.
Der Applaus ist die Gage, denn alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.
Die Angebote aus dem Bereich “Musiktheater“ in der Kombination Schauspiel/Tanz/Gesang wurden in den vergangenen Jahren sehr stark nachgefragt. Hier liegt eindeutig ein Interessensschwerpunkt, so dass für ca. 30 Mitwirkende jährlich geeignete Stücke gefunden werden müssen.

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Igstadter Scheunentheater
von Wolfgang Schreiber
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Wie so oft im Lebenbeginnt Großes
durch einen Zufall. Wenn dies dann noch in einer lustigen
Runde bei einem Glas Wein geschieht, ist der Erfolg nicht
mehr aufzuhalten. Die Geschichte der Theatergruppe beginnt
genau in so einer Situation. Nach den Anstrengungen des
Tanzkreises der evangelischen Kirche Igstadt saßen einige
im Gasthaus Lindenschänke zusammen und erzählten sich
Geschichten aus der Jugendzeit. Dabei stellten Eberhard
Lichtenheldt und Klaus Feine-Koch fest, daß sie beide eine
reine Jungenschule besucht hatten und eben in dieser Zeit
Theater spielen „mußten“. Und wie der Zufall so spielt,
wurden beide in ihrer Schulzeit mit dem
Ritter-Schauer-Drama „Blut und Liebe“ von Martin
Luserke gequält. Nach der Vorstellung des Autors handelt
es sich dabei um ein reines Jungens-Stück, bei dem die
Jungs durch Verkleiden die Mädchenrollen übernehmen
sollten. Man redete sich so in Rage und war nachträglich
von diesem Werk – und der eigenen Leistung - so
begeistert, daß man beschloß, als Fortsetzung des
Tanzkreises Theater zu spielen.
Mit
viel Elan und wachsender Begeisterung wurde das
Ritter-Schauer-Drama „Blut und Liebe“ neu inszeniert und
gemeinsam einstudiert.
Am 1988 war dann Premiere. Auf der
Bühne standen Ruth, Eberhard und Rollo Lichtenheldt, Ilse
Köhler, Klaus Feine-Koch, Christel Walliser, Heide und
Frank Leineweber, Pfarrer Dr. Konrad Ohly und Ursel Lindt.
Das Igstadter Publikum war von der schauspielerischen
Leistung und dem Humor begeistert. Mit der Aufführung
hatte die Laienspielgruppe genau ins Schwarze getroffen.
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